Uff. Erst das große Kind krank. Dann die Kita zwei Tage zu. Irgendwie nebenher die Geburtstagssause für das kleine Kind vorbereiten. Und jetzt? Liegt das kleine Kind krank im Bett, der Mann ist beruflich auf Reisen und ich habe den Schreibtisch turmhoch voll mit Arbeit. Entspannt sieht anders aus. In der Vor-Kinderzeit hätte mich so eine Verkettung unglücklicher Umstände vermutlich komplett aus der Bahn geworfen. Heute denke ich mir: Wird am Ende schon alles klappen, nicht perfekt, aber irgendwie. Ich glaube, diese Fähigkeit, sein Programm notfalls ganz schnell umschmeißen zu können und einen Plan B aus der Tasche zu zaubern, dass kann man nur mit Kindern lernen – und ich finde, es ist eine Erfahrung, die das Leben sehr bereichert. Und was man sonst noch alles von seinem Nachwuchs lernen kann, zeigen Euch unsere Glückslinks dieser Woche.

Und hopp!

Kranke Kinder = kurze Nächte. Mehr muss ich zu meinem aktuellen Zustand wohl nicht sagen, oder? Da hilft alle elterliche Gelassenheit nichts, am liebsten würde ich jetzt gleich mit Anlauf zurück ins Bett hüpfen und mich unter der Decke verstecken… Stellt sich nur noch die Frage ob mit viel Schwung  oder mit meditativer Ruhe:

Vom Loslassen…

Abgesehen von der Arbeit, die liegenbleibt und den drölfzig Terminen, die umorganisiert werden müssen, finde ich es insgeheim ja auch mal ganz kuschlig, wenn die Kinder wegen so harmloser Dinge wie Husten/Schnupfen/Heiserkeit mal ein oder zwei Tage zuhause bleiben müssen. Zwischendurch knuddeln, den Kopf streicheln, was vorlesen, spielen – noch freuen sich die Kinder darüber. Noch. Denn die Zeit fliegt und unser Nachwuchs wird im rasanten Tempo selbstständig. Das ist natürlich toll und wunderbar und macht einen als Eltern glücklich und stolz, aber gleichzeitig bedeutet es auch, immer mehr loslassen zu müssen. Keine ganz einfach Lektion und von Miriam von „Emil und Ida“ ganz wunderbar in berührende Worte gefasst.

… und vom wiedergekehrten Ich

Nicht verschwiegen werden sollen an dieser Stelle natürlich auch die positiven Seiten des „Kann ich schon alleine“: Endlich wieder mehr Zeit für einen selbst. Oder auch: Freiheit! Nachdem man als Mutter/Vater eines Babys/Kleinkinds im Schnellverfahren gelernt hat, seine eigenen Bedürfnisse ganz weit nach hinten zu stellen, geht es irgendwann auch wieder in die Gegenrichtung. Runter von der Couch und ab zum Sport. Oder raus aus den Schlumperklamotten und ab auf die Piste. Weshalb das so gut tut und nicht nur für Mama, sondern für alle Beteiligten wichtig ist, hat Nicole vor ein paar Tagen auf Stadt Land Mama beschrieben.

Erkenntnisse eines Ballettvaters

Und noch was, was einem Kinder beibringen: Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind und eigene Erwartungen nicht auf andere zu übertragen. Das gilt in geschmacklichen Fragen (ob Essen, Mode, Musik oder Filme) ebenso wie beim Arbeitstempo oder bei persönlichen Leidenschaften. Und wenn man sich erstmal auf das Akzeptieren eingelassen hat, wird daraus manchmal sogar ein großer Spaß – und aus einem Basketball-Fan ein begeisterter Balletttänzer bzw. enthusiatischer Ballettvater.

Advent, Advent…

… ein Lichtlein brennt! Am Sonntag ist es soweit und bei uns ist absolut noch nichts vorbereitet – die Umstände waren ganz klar gegen mich. Dabei hatte ich mir für dieses Jahr ganz fest vorgenommen, den Dezember mal weitgehend stressfrei zu genießen. Na, kann alles noch werden. Solltet Ihr jetzt schon Zeit fürs Basteln und Backen haben und in Vorweihnachtslaune sein, lege ich Euch die gesammelten Adventsideen von Carola aka Frische Brise ans Herz. Euch allen viel Spaß und ein entspanntes Wochenende!

Autor_SandraTitelfoto: unsplash.com/Annie Spratt