Was uns am meisten überrascht hat, als wir Kinder bekommen haben, war, wie oft sie uns überraschen. Was für zauberhafte, aber auch freche Sachen sie sagen oder tun. Wie schnell sie Sachen durchschauen – und dass sie bei allem mitmachen wollen. Wenn unser Großer ein Buch durchblättert oder mit seiner Bohrmaschine spielt, dann schafft der Kleine es jetzt schon, sich irgendwie hinzurobben und zu –kugeln, nur um dabei zu sein. Wenn wir Erwachsenen im Garten arbeiten, dann will Theo auf jeden Fall dabei sein! Blumen gießen, Unkraut zupfen, Rasen mähen – was für uns manchmal vielleicht lästig wäre, ist für ihn ein Abenteuer. Klar, dass Benno auch gleich dabei ist, Gras zu zupfen! Und schon ist es für uns auch wieder ein Spaß, denn nichts ist so ansteckend wie die Freude unserer Kinder.

Manchmal fragen wir uns, wann das eigentlich aufgehört hat, dass für uns der Spielplatz das Größte war. Dass wir uns auch auf Brücken entlanggehangelt haben oder gefühlte hundert Mal eine Rutsche runtergesaust sind, nur weil das so lustig in den Magen fährt. Denn wenn wir Theo jetzt beobachten, wenn er schaukelt, rutscht oder tobt, dann ist es, als gibt es kein Morgen.

Nur ihn, seinen Bruder, uns – und die überbordende Freude, die er dann hat. Das sind die schönsten Momente als Familie.

Wenn alle Leichtigkeit der Kindheit auf uns abfärbt und wir nur den Augenblick genießen. Wenn wir uns gemeinsam daran freuen, dass alles so ist, wie es ist. Dann ist es, als gäbe es keine Pflichten. Dann gibt es nur uns und den Spaß, den wir miteinander haben.


Autor_Caroline&Johannes