Home-Office-Tage finde ich absolut großartig. Nicht, weil man da ganz locker nebenher Waschmaschinen ein- und Geschirrspüler ausräumen, Pakete für sämtliche Nachbarn annehmen, Blumen gießen und aufräumen kann, sondern weil ich für ein paar Stunden ganz alleine zu Hause bin. Trotz Arbeit it das für mich ein kleines Stück große Freiheit. Weil es so herrlich ruhig ist. Weil ich so viel Kaffee trinken und Schokolade essen kann, wie ich mich möchte – unkommentiert von meinem Nachwuchs. Weil ich mich zwischendurch für ein paar Minuten auf den Sessel setzen kann, um unbeobachtet sinn- und planlos im Internet umherzusurfen. Wobei: Sinnlos stimmt keineswegs. Ist ja alles knallharte Recherche, um für Euch die besten, lustigsten oder klügsten Glückslinks der Woche aufzustöbern…

#MütteralleinZuhaus

Unterwegs im Netz stelle ich zum Beispiel fest: Mit meiner Begeisterung über ein paar Stunden alleine in der Wohnung bin ich alles andere als alleine. Es gibt aktuell sogar eine Blogparade zu diesem Thema, gestartet von der umtriebigen ALu von den Großenköpfen. Unter dem Hashtag #MütteralleinZuhaus könnt Ihr noch bis zum 20. Oktober erzählen, was bei Euch so passiert, wenn Ihr mal von Euren Lieben für ein paar Stunden verlassen werdet.

Lasst Ihr auch einfach mal das Licht in der Küche brennen, obwohl Ihr im Wohnzimmer laut EURE Lieblingsmusik hört? Esst Ihr auf dem Sofa und schaut dabei irgendeinen Quatsch im Fernsehen? Tut Ihr einfach mal nichts oder wuselt Ihr wie wahnsinnig durchs Haus, um endlich, endlich mal wieder ungestört Ordnung ins Chaos zu bringen? Bei mir läuft es mal so, mal so – auf jeden Fall lade ich an diesen Tagen aber wieder meinen Akku auf für neue Abenteuer mit dem kleinen und dem großen Kind.

Spontaner Familienzuwachs

Das große Kind ist vor wenigen Tagen zehn Jahre alt geworden. Ein ziemlich tolles Alter, weil er jetzt schon so viel alleine machen möchte und kann und uns Eltern manche Dinge leichter macht. Auf der anderen Seite ist es aber auch das Alter, in dem wir immer mal wieder die ersten Ausläufer der Pubertät zu spüren kriegen – mit akuter Unlust auf alles, Motzanfällen und „Ich bin sowieso der Größte“-Attacken. „Das ist erst der Anfang“, lacht meine liebe Schwiegermutter immer, wenn ich ihr wieder von so einer Krise erzähle. Ich bin sehr froh, dass wir langsam in diese Phase reinwachsen können.

Aber wie ist das eigentlich, wenn man von einem Tag auf den anderen Mutter eines Teenagers wird? Tanya alias Lucie Marshall hat vor einigen Wochen den 13-jährigen Amin in ihrer Familie aufgenommen, der ohne Eltern aus Pakistan nach Deutschland geflohen war. In ihrem Blogartikel „Ohne Anlauf in das Teenageralter“ beschreibt sie ihren Start von 0 auf 100 in das Leben mit einem pubertierenden Jungen. Oder vielleicht eher auf 200, weil es in diesem Fall ja auch noch die sprachlichen und kulturellen Unterschiede zu überwinden gilt. Hut ab vor Tanya, die sich das ohne großes Zögern getraut hat!

Halm für Halm

Ob in der Familie oder im Büro: Wir freuen uns hier alle täglich über diesen traumhaft schönen Herbst mit ganz viel Sonne und Spaziergängen im Park. Falls Ihr – so wie wir – mit den Kastanienmännchen schon durch seid, hätten wir hier noch eine weitere schnieke Outdoor-DIY-Idee für Kinder: Seile flechten aus Gras. Geht ganz einfach und soll laut Video echt stabil sein.

Es gibt noch Eis, Baby!

Was die Kinder ganz besonders freut: Es ist noch immer so warm, dass die Lieblingseisdiele weiter offen hat. Heißt bei uns ganz konkret: Ich gehe eine große Runde laufen im Park und die Kinder schleckern sich genüßlich eine Kugel Mango, Erdbeer oder Straciatella rein… Ziemlich bald dürfte es aber vorbei sein damit, dann gehen die Eisleute in die Winterpause und wir warten sehnsüchtig auf das nächste Frühjahr. Solltet Ihr noch ganz kleine Eis-Fans zuhause haben, könnt Ihr sie ganz sicher mit dieser Easy-peasy-Eisdiele zum Selberbauen über die eislosen Monate hinwegtrösten.

Und zum Schluss: Vorhang auf!

Staus sind nicht nur unendlich langweilig, sie sind auch absoluter Stress, haben Wissenschaftler herausgefunden. Manchmal sind Staus aber auch sehr unterhaltsam. Glaubt Ihr nicht? Dann guckt Euch mal diese kleine Vorführung des Minitheaters aus Slowenien an – Bühne frei für den Kaspar im Kofferraum!

Applaus, Applaus, Applaus für diese schöne Idee! Und Euch allen ein sonniges, glückliches Wochenende!

Titelfoto: unsplash.com/Dai KE


 

Autor_Sandra