Kann mir bitte jemand einen ganz starken Kaffee und ein paar Streichhölzer reichen? Sonst fallen mir meine Augen bestimmt gleich wieder zu. Mit dem Herbst ist hier diese Woche auch die große Müdigkeit eingezogen. Das liegt allerdings weniger an den kürzer werdenden Tagen denn an der septemberlichen Familien-Terminflut mit etlichen Geburtstagen, Elternabenden, Sportveranstaltungen… Beim Blick auf unseren Kalender frage ich mich jedes Mal: Wie bekommen das eigentlich Eltern hin, die drei, vier oder noch mehr Kinder haben? Mich bringen ja oft schon meine zwei Sprößlinge ans Limit. Aber glücklicherweise geht es nicht nur mir so, wie unsere Linktipps der Woche zeigen.

Wie viele Kinder machen glücklich?

Vier Kinder. Davon habe ich eigentlich immer geträumt. In der Realität hat es dann nur zur Hälfte gereicht. Manchmal finde ich das schade, weil ich viele Kinder auf einem Haufen wirklich toll finde. Auf der anderen Seite bin ich mir aber alles andere als sicher, ob mich noch mehr Kinder noch glücklicher machen würden. Zum Beispiel, weil mir dafür die nötige Grundentspanntheit und die Zusatzenergie fehlen, die ich bei Müttern mit vielen Kindern immer wieder bewundere. Ich denke, ich bin einfach nicht der Typ dafür – genauso wie Vanessa, die sich in einem Gastbeitrag auf Stadt-Land-Mama kluge Gedanken zu diesem Thema gemacht hat.

Schwimm Dich schlau

Vermutlich streicht man ab Kind Nummer 3 auch die Aktivitätenliste deutlich zusammen  – ist  eh genug los zuhause. Aber bei Kind Nummer 1 ist man ja noch wesentlich ambitionierter beziehungsweise möchte bloß nichts verkehrt machen. Das wiederum kann dazu führen, dass man in einem samstäglichen Bootcamp für Eltern landet, in dem der Teufel Schwimmwindeln trägt.

Persönliche Anmerkung: Mein Tiefpunkt als Erstlingsmutter war mit dem Besuch eines Baby-Massagekurses erreicht, bei dem die Kursleiterin in sehr weit entfernten Sphären unterwegs war (inklusive Gaga-Gesängen) und alle Babys fast non-stop brüllten und abwechselnd in hohem Bogen pinkelten.

Lasst es einfach raus!

Kinder sind süß. Kinder sind lustig. Kinder machen glücklich. Und Kinder rasten gerne mal aus. Häufig wegen Dingen, auf die wir Eltern nie kommen würden – weshalb wir auch so oft komplett ratlos danebenstehen, wenn sich unser Nachwuchs vor Wut heulend auf dem Fußboden wälzt. Selbst für erfahrene Eltern ist es immer erstaunlich zu sehen, welche Nervenkrisen das falsche T-Shirt, die Dusche oder der große Bruder auslösen können. Falls Ihr den Rest der Welt an Euren Erlebnissen teilhaben lassen wollt: Frida vom Blog 2-Kind-Chaos sammelt noch bis Ende September Beiträge für ihre #wutkinder-Blogparade!

Der Traum vom großen Bruder

Von kleinen Wüterichen geht es jetzt in einem großen Sprung hinüber zu absoluten Musterexemplaren der Gattung Kind. Familie Lair besteht aus Mama, Papa und sechs Jungs. Vor wenigen Tagen kam als Kind Nummer sieben die kleine Ruby dazu – und wurde von ihren großen Brüdern liebevollst begrüßt:

Frische Brezeln, es gibt frische Brezeln…

Nachdem es hier heute schon eine ganze Reihe persönlicher Geständnisse gab, kommt kurz vor Schluss noch eines dazu: Brezeln sind eine meine ganz großen Leidenschaften. Das war schon so, als ich ein kleines Kind war und es hat sich auf meine Kinder vererbt. Deshalb haben das kleine Kind und ich auch laut gejuchzt, als wir diese DIY-Anleitung von Johanna Rundel entdeckt haben: Eine Mini-Häkel-Brezel zum Umhängen oder Anstecken. Angefertigt aus einer Strickliesel-Kordel und ein paar wenigen weiteren Zutaten. An der Strickliesel ist meine Tochter mittlerweile ein Profi, nur wussten wir immer nicht so genau, was wir mit den fertigen Schnüren machen sollten. Dieses Problem wäre damit auch gelöst und wir können unsere Brezel-Passion jetzt auch accessoiretechnisch ausleben…

Titelfoto: unsplash.com/Giu Vicente


 

Autor_Sandra