Montag, 12.31 Uhr: Anruf aus der Kita. Nein, keine Sorge, nichts Schlimmes passiert, aber das Kind wäre total schlapp und hätte Kopfschmerzen. Eine halbe Stunde später traf ich in der Kita ein und da auf ein mittlerweile wieder ziemlich putzmunteres Mädchen. So fing die Woche an und ähnlich geschmeidig ging es weiter. Nichts lief, wie es laufen sollte. Eigentlich zum Heulen. Aber auf der anderen Seite: Die Welt wird nicht davon untergehen, wenn ein paar Punkte auf der beruflichen To-Do-Liste mal auf nächste Woche verlagert werden und der Geburtstagskuchen fürs große Kind eine absolute Last-Minute-Produktion wird. Weshalb es so wichtig ist, dass Mütter die Ansprüche an sich selbst auch mal runterschrauben – Antworten auf diese und andere spannende Fragen gibt es jetzt in unseren Links der Woche.

Fehler machen dürfen

„So habe ich mir das nicht vorgestellt“: Das habe ich mir ziemlich oft gedacht, als das große Kind noch ein kleines Baby war. 24 Stunden für einen kaum schlafenden, viel schreienden, ständig hungrigen Säugling da zu sein war ein Knochenjob, der mich oft an meine Grenzen und manchmal auch darüber hinaus brachte. Gesprochen habe ich darüber mit kaum jemandem. Macht man einfach nicht, weil ich genau wie viele andere Mütter auch das Gefühl hatte, dass von mir erwartet wurde, glücklich zu sein mit meinem süßen Baby. Aber Elternsein ist halt nicht immer nur Glück pur – zumindest phasenweise ist es mehr als erschöpfend. Und genau das sollten wir offen sagen und auch offen für Unterstützung sein, findet EmilundIda auf Edition f. Denn: „Auch Mütter dürfen Fehler machen“. Also weg mit dem Perfektionszwang und her mit der Elternsolidarität!

Mein Kind ist (k)eine Insel

„Wir gehen auf den Bauspielplatz“, ruft das große Kind schnell und ist schon weg. „Baui ist okay“, sage ich zu mir selbst. Zwei Stunden später stehen das große Kind und sein Freund komplett verschwitzt wieder vor der Tür: „Wir haben Durst. Riesendurst“. Und dann grinst das große Kind breit und sagt: „Wir waren nämlich gar nicht auf dem Baui – wir waren bei St. Pauli“. An dieser Stelle kippte Mutti kurz nach hinten um. Na ja, fast. Ich fand dann doch noch meine Fassung wieder. Und ich war dem Fußballstadion-Wachmann sehr dankbar, der Sohn und Freund nicht auf die Tribüne gelassen hat, weil er das zu gefährlich fand.

Das große Kind und ich haben dann später noch ein längeres Gespräch darüber geführt, dass Ausflüge im Viertel in Ordnung sind, dass er uns aber bitte Bescheid sagen soll, wenn es weiter weg geht. Seitdem: Alles klar und alle glücklich. Insofern ist ein Mangel an Freiräumen für Kinder bisher bei uns in der Familie auch kein Thema gewesen – unsere Kinder suchen sich diese Freiräume einfach selbst. Tatsächlich scheint dieses Loslassen aber für immer mehr Eltern ein Problem zu sein, schreibt zumindest die Zeit in einem  Artikel über die verinselte Kindheit. Leider geht auch dieser Text wieder in die derzeit beliebte Richtung des (vermeintlichen) Helikoptereltern-Bashings – interessant zum Lesen ist er dennoch.

Von der Raupe zum Schmetterling

„Mama, wie geht das eigentlich genau?“: Genau das fragen vermutlich nicht nur meine Kinder ziemlich oft am Tag. Während es beim großen Kind meistens um die Funktionsweise technischer Geräte geht, ist das kleine Kind häufig Naturphänomenen auf der Spur. Und dabei sind wir diese Woche auf dieses beeindruckende Video gestoßen:

Zum Schluss: Obst

Dieses süße Twitter-Fundstück wollten wir Euch auf keinen Fall vorenthalten:

Bildschirmfoto 2015-09-16 um 17.12.57Und damit verabschieden wir uns ins Wochenende – macht es Euch schön und genießt die Tage mit Euren Lieben!


 

Titelfoto: unsplash.com/Daria Nepriakhina

Autor_Sandra