Zurück im Alltag. Zumindest fast. Nach knapp vier Wochen Kitastreik fühlte sich die erste „normale“ Woche noch ein wenig seltsam an. Das kleine Kind ist sogar ein bisschen sauer, dass der Streik jetzt vorbei ist – weil es so toll war mit den vielen Eltern. Mal abgesehen vom Organisationsstress drumherum fand ich es auch sehr spannend, mal ganze Tage in der Kita mitzuerleben. Und es war toll zu sehen, wie viel Eltern stemmen können, wenn alle zusammenhalten. Vielleicht können wir davon ja ein Stück mit in den Alltag nehmen… Was uns sonst diese Woche noch beschäftigt, belustigt und begeistert hat, haben wir wie immer in unseren Linktipps für Euch gesammelt.

Elterngeld Plus: Mehr Flexibilät und noch mehr Papierkram?

Nein, Geld ist nicht das Wichtigste im Leben. Aber es ist ungemein beruhigend zu wissen, dass man die nächste Miete und den Wocheneinkauf problemlos zahlen kann. Weshalb ich persönlich das Elterngeld als eine wunderbare Sache empfunden habe – mal abgesehen von der irrsinnigen Papierflut, die man dafür zu bewältigen hat. Und die dürfte für alle, die demnächst ein Baby bekommen und Elterngeld beantragen, noch schlimmer werden. Denn ab dem 1. Juli 2015 gibt es das Elterngeld Plus. Das Plus steht für mehr Flexibilität, aber auch für mehr Bürokratie, so der Rechtsanwalt Christian Remy. In einem Beitrag auf Daddylicious erläutert er detailliert, was Eltern bei der Antragstellung für das Elterngeld Plus künftig beachten müssen.

Der Kaum-noch-Kinder-Weltmeister

Deutschland ist Weltmeister. Im Nicht-Kinderkriegen. Trotz Elterngeld und Krippenplatzgarantie. Die Jura-Mama aka Nina Straßner präsentiert uns in einem furiosen Blogbeitrag ihre Lösung für dieses Problem. Die mangelnde Gebärlust junger Frauen in Deutschland liegt nämlich keineswegs an der schwierigen Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der gläsernen Decke für karrierewillige Mütter oder dem nach wie vor bestehenden Gehaltsgefälle zwischen Frauen und Männern. Nein, die Sache ist viel, viel einfacher. Aber das solltet Ihr unbedingt selber lesen… Wir bedanken uns auf jeden Fall schon jetzt bei Nina für die Rettung unseres Landes!

Mein letzter Schrei

Ich liebe meine Kinder. Ich begegne ihnen mit Geduld, Respekt und Aufmerksamkeit. Ich versuche, die Dinge in Ruhe mit ihnen zu regeln. Doch es gibt diese Tage oder Wochen, da spielen sie abwechselnd oder gemeinsam Gummitwist mit meinen Nerven. Ich merke, wie sich mein Magen langsam zusammenkrampft, weil sowieso schon alles viel zu viel ist – und dann auch noch zuhause ständiges Gezanke, Genörgel oder demonstratives Überhören meiner Fragen, Bitten, Aufforderungen. Und plötzlich bin ich nicht mehr am Meckern oder Schimpfen, sondern am Brüllen. Mit diesem letzten Mittel habe ich mir kurz Luft verschafft – um mich danach elend zu fühlen. Oder auch „erschöpft und schmutzig“, wie es der Brigitte Mom-Autor Till Raether beschreibt. Weil er selber nicht oft, aber immer wieder mal die Nerven verliert und dann laut wird, hat Raether sich damit beschäftigt, wie schlimm das Brüllen für Kinder ist – und wie Eltern es schaffen können, ruhig zu bleiben.

Muh, Mäh und Mecker-mecker

Und weil wir gerade dabei sind: Noch ein Beitrag zum Thema gemeine Eltern beziehungsweise Mütter. Vermutlich sollten wir doch häufiger mal alle Fünfe gerade sein lassen…

Murmeln statt Müll

Was man als Erwachsener viel zu oft vergisst: Es sind häufig die ganz kleinen Dinge, die für Kinder großes Glück bedeuten können. Wie zum Beispiel eine leere Müslischachtel. Denn aus der lässt sich mit Hilfe eines Cutters und mit ordentlich Kleber eine famose Murmelbahn bauen. Die Anleitung für die Upcycling-Murmelbahn findet Ihr auf dem tollen Bastelblog madebyjoel. Stellt Euch schon mal darauf ein, dass Ihr am Wochenende ganz viel Müsli essen müsst, weil natürlich jedes Kind seine eigene Bahn braucht…


Autor_Sandra


Titelfoto: unsplash.com/Tracy Rees