Wie sonst im Leben gibt es auch im Netz Woche für Woche neue Trends. Plötzlich geht es auf ganz vielen Blogs und in etlichen Beiträgen um ein bestimmtes Thema. In den vergangenen Tagen gehörte dazu die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Oder besser: die Unvereinbarkeit. Auslöser dieser Welle dürfte die Ankündigung der Yahoo-Chefin Marissa Mayer gewesen sein, dass sie Zwillinge erwartet und sofort nach der Geburt wie bisher weiterarbeiten möchte. Das hat offenbar bei vielen Müttern einen wunden Punkt getroffen. Die interessantesten Beiträge dazu haben wir für Euch in unseren Links der Woche gesammelt – und wie immer gibt es dazu natürlich auch ein paar Link-Tipps, die Euch hoffentlich zum Lachen oder zumindest zum Lächeln bringen.

Stark oder schwach?

Mit Zwillingen schwanger. Und schon ein Kind zuhause. Mir persönlich würde das schon reichen, um mich komplett ermattet nach meinem Sofa zu sehnen. Marissa Mayer dagegen arbeitet weiter viele, viele Stunden in der Woche und möchte daran auch nach der Geburt nichts ändern. Klingt erstmal bewundernswert, dass jemand dermaßen viel Energie hat und offenbar auch große Freude am Job. Auf der anderen Seite setzen solche Beispiele von Karrierefrauen „normal“ arbeitende Mütter schwer unter Druck. Vielleicht wäre es für uns alle besser, wenn Chefs als Eltern auch mal Schwäche zeigen?

Hamster, Rechenfehler und die eigenen Grenzen

Denn klar, theoretisch ist es doch gar nicht schwer, Familie und Job unter einen Hut zu bekommen. Die Unternehmen werden doch immer familienfreundlicher, die Kita-Plätze immer mehr und die Paare, die sich die Kindererziehung teilen, auch. Mag alles sein. Die Praxis ist trotzdem alles andere als einfach. Weil viele Chefs (und manche Kollegen) im konkreten Fall dann doch nicht so familienfreundlich sind. Weil die ständigen Logistik-Fragen einen aufreiben. Weil die Kita-Zeiten nicht zu den Job-Zeiten passen. Oder weil wir unbedingt beweisen wollen, dass wir trotz Kind noch alles super gewuppt kriegen und uns dabei komplett übernehmen. Danny von butterflyfish, ALu von den großen Köpfen und Marlene von Spruced haben ihre Erfahrungen und Gedanken dazu aufgeschrieben und ich habe beim Lesen ganz oft gedacht: Hey, das bin ja ich! Ich bin gespannt, wie es Euch damit geht…

Und plötzlich ist der Job weg

Der Stress, zwei Welten irgendwie zusammenbekommen zu müssen, ist nicht ohne. Trotzdem: Vermutlich möchten die wenigsten von uns ihren Job aufgeben. Mal abgesehen davon, dass man das Geld braucht, sorgt die Arbeit ja auch dafür, dass wir neue Erfahrungen sammeln, mal mit Erwachsenen zusammen sind und Bestätigung bekommen. Wie es sich anfühlt, wenn der Job ohne Vorwarnung plötzlich weg ist und die bis dahin erfolgreiche Karriere einen großen Knacks bekommt, beschreibt Jessika von Herz und Liebe sehr eindrücklich in ihrem Artikel „Ich habe meinen Job verloren und mir war nicht klar, was das mit mir macht“.

Und die nächste Fahrt geht rückwärts!

So, das war bisher ganz schön schwere Kost. Aber jetzt geht es mit einer rasanten Kehrtwende auf die fröhliche Zielgerade. Da landen wir zunächst bei Jean Hazewinkel, 96 Jahre alt und absoluter Rutschen-Fan. Nein, nicht die kleinen Spielplatzdinger. Sondern die großen Jahrmarkt-Rutschen, auf denen man ordentlich Tempo machen und ganz viel Spaß haben kann. Sollten wilde Fahrgeschäfte nicht so Eure Sache sein: Wie wäre es mit einer Partie Domino? Das ist ja sehr ruhig und entspannt. Zumindest in der klassischen Version. Es gibt aber auch Leute, die spielen das mit ganz vielen Menschen und Matratzen und stellen damit schräge Rekorde auf:

In diesem Sinne: Haut Euch doch einfach auch mal eine Runde aufs Ohr und habt ein entspanntes Wochenende!


Titelfoto: unsplash.com/Juan Galafa

Autor_Sandra