Gut 35 Grad, der Sand ist weiß, das Meer türkisblau, es geht eine leichte Brise und zum Mittagessen gibt es Wassermelone. Hört sich nach Urlaub an? Ist auch Urlaub. Mit ganz kurzen Unterbrechungen, zum Beispiel um mich um die Links der Woche zu kümmern oder um das Chaos in unserer Ferienwohnung einigermaßen im Zaum zu halten. Denn das ist leider der ganz große Nachteil von Ferienwohnungen gegenüber Hotels: Die Haushaltspflichten reisen zumindets teilweise mit – und bei der Hitze verspürt niemand große Lust, sich um Kochen, Abwasch und Co. zu kümmern. Deshalb gibt es an dieser Stelle diese Woche heiße Familien-Haushaltstipps. Plus Muttergefühle rund um den Globus und jede Menge Zitronen.

„Jemand, niemand und ich“

Tja, der Haushalt, der Haushalt. Hier müsste dringend mal wieder der Sand rausgefegt werden. Das Frühstücksgeschirr ist noch nicht gespült. Und die Kinder haben ihr Zeug einfach wieder in die einzige freie Ecke unsere Mini-Apartments geknallt. Ich übersehe das jetzt einfach mal und setz mich lieber entspannt auf die Terrasse…

Es soll ja Menschen geben, die Hausarbeit lieben. Die dürfen gerne bei Gelegenheit bei uns klingeln, denn unsere Begeisterung hält sich sehr in Grenzen. Aber es muss schließlich gemacht werden und selbstverständlich werden auch die Kinder miteinbezogen, schließlich sind wir eine Familie und da muss jeder mitanpacken. Nur: Während kleine Kinder oft noch begeistert im Haushalt helfen, sind große Kinder Meister im Abtauchen, sobald sie Worte wie „Staubsaugen“ oder „Badewanne putzen“ hören. Bea vom Blog Tollabea hat deshalb Eltern gebeten, nicht nur über ihre Erfahrungen zum Thema Hausarbeit und Kinder zu schreiben, sondern auch ihre Tipps weiterzugeben.

Muttersein – global gesehen

Stichwort Aufgabenteilung: Wie sieht es damit eigentlich in anderen Kulturen aus? Wer kümmert sich zum Beispiel in Südkorea hauptsächlich um die Kinder? Wie sieht das Familienleben im Kongo aus? Oder in Abu Dhabi? Die Serie „Motherhood around the world“ auf dem Blog der New Yorkerin Joanna Goddard zeigt den Familienalltag in ganz verschiedenen Ländern und Kulturen rund um den Globus, geschildert von US-amerikanischen Müttern, die für ihren Job oder gemeinsam mit ihrem Mann ins Ausland gegangen sind.

Die Einblicke sind überraschend, faszinierend, manchmal auch erschreckend. Was die Geschichten so spannend macht, sind die kleinen Details, etwa zur Kindererziehung in anderen Kulturen, zum Essen, dem Schulsystem, Freundschaften oder eben zur Hausarbeit. Was aus jedem der Artikel herauszulesen ist: Das Leben in völlig fremden Ländern ist nicht immer leicht – aber wer sich darauf einlässt, den macht der Blick über den Tellerrand glücklich.

Erziehungsratgeber, hau ab!

Und damit meint Bloggerin Dani von butterflyfish nicht nur die klugen Bücher, die bei vielen von uns Eltern im Regal stehen, sondern auch all die selbsternannten Erziehungsexperten auf Blogs und im eigenen analogen Umfeld. Weil dieses Dauerfeuer an Erfahrungsberichten, Produkttests und unbedingt zu befolgenden Ratschlägen nur dazu führen würde, dass frischgebackene Eltern komplett verunsichert werden. Danis Wunsch: Eltern müssen wieder mehr auf ihr Bauchgefühl hören. Sie sollen ihren eigenen Weg gehen können, statt der Masse zu folgen – weil für jede Mutter, für jeden Vater und für jedes Kind der beste Weg anders aussieht.

Gemeinsam oder einsam?

Freundschaften sind ein bewegendes Thema. Ich finde: Ohne Freunde geht es nicht, ganz besonders dann nicht, wenn man Kinder hat. Aber klar, Freunde gibt es nicht umsonst. Man muss Zuneigung und Zeit investieren. Und genau das ist der Knackpunkt, meint MeWorkingMum. Denn mit mehreren Kindern, Mann und Job ist Zeit genau das, was eigentlich immer fehlt – weshalb Freundschaften auf der Strecke bleiben. Kann ich verstehen, sehe ich aber trotzdem völlig anders. Und wie ist das bei Euch?

If life gives you lemons…

make juice! Damit herzlich willkommen zurück am Strand im heißen Süden. Zitronen gibt es hier auf dem Markt immer nur kiloweise. Stellt sich die Frage: was macht man bloß mit so vielen Zitronen? Zum Kuchenbacken ist es zu heiß und ständig Zitronensaft möchte auch keiner trinken. Aber hey, zum Glück gibt es ja das Internet und im Internet ganz viele Rezeptideen, natürlich auch mit Zitrone. Zum Beispiel für dieses sauleckere Zitroneneis. Dafür stelle ich mich doch gerne eine schnelle Runde in die Küche! In diesem Sinne: Fröhliche Ferien!

Titelfoto: unsplash.com/Alicja Colon


 

Autor_Sandra