Für die einen sind es gute Freunde, für die anderen spontane Familientouren ins Grüne oder auch nur eine kurze Pause mit einem Milchkaffee: Für jede Familie bedeutet Glück etwas anderes. Eine allgemeingültige Glücksformel gibt es leider nicht. Aber: Glücklich sein lässt sich trainieren! Wer schöne Erfahrungen bewusster wahrnimmt, wird automatisch glücklicher, sagen Wissenschaftler. Auf unserem Blog zur Familien-Aktion „Das Glück liegt in den kleinen Momenten“ lassen wir Familien, Blogger und Experten zu Wort kommen – immer auf der Suche nach dem großen Glück in den kleinen Momenten.“


„Perfektionismus ist etwas für Anfänger. Und Planung auch“, sagen Anja und Thorsten Biermann-Steinhausen, die mit fünf Kindern als Patchwork-Familie in Bayern leben. Ihre Devise: Es kommt, wie es kommt. Glücklich sein ist für die Familie aber dennoch keine reine Glückssache.

„Um glücklich zu sein, bedarf es auch der bewussten Entscheidung, sich auf die positiven Ereignisse zu konzentrieren. Wir jagen das Glück nicht – vielmehr versuchen wir, auf das Glück zu achten.“


Diese Einstellung ist eines der wichtigsten Elemente für ein glückliches Familienleben, rät die auf das Thema Glück spezialisierte Psychologin Katharina Tempel aus Berlin.

„Leben Sie achtsam und rasen sie nicht mit dem Autopiloten durchs Leben. Überlegen Sie sich jeden Abend drei Dinge, für die Sie dankbar sind: das Dach über dem Kopf, eine bereichernde Begegnung, eine überwundene Krankheit …“

Denn genau wie die Muskeln will auch das Glücksvermögen regelmäßig trainiert werden. Dabei gilt: Je häufiger geübt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, Glück zu empfinden. Wer täglich daran arbeitet, die eigenen Emotionen bewusster wahrzunehmen, schult seine Sinne und wird aufnahmebereiter für die vielen kleinen Glücksmomente, die der Alltag bereithält.


Unter dem Titel „Mit Fertigpizza zu mehr Gelassenheit“ hat uns die Bloggerin Patricia Cammarata erzählt, wie sie sich von der Perfektion verabschiedet hat:

Dazu gehört unter anderem, dass Extras im Alltag gestrichen und möglichst viele Aufgaben delegiert werden.

„Außerdem gilt bei uns die Regel: nichts muss gut aussehen. Weder wir, noch die Dinge, die wir herstellen.“

Das mag im Umfeld immer mal wieder für hochgezogene Augenbrauen sorgen – doch da muss man zugunsten des eigenen Glücks drüberstehen. Ohne unnötige Extras im Alltag und mit Hilfe von Lieferservice, Tiefkühlpizza & Co. ist jetzt mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge: Einander.

Seitdem ich das so entschieden habe, geht es mir und damit auch den Kindern besser. Ich muss nicht mehr auf Wochenenden oder den Urlaub warten, um schöne Sachen zu erleben. Die schönen Momente warten jetzt einfach im Alltag auf mich.