Mit Kinder verschieben sich die Prioritäten. Und auch das Sozialleben macht merkliche Veränderungen durch. Es soll ja Mütter und Väter geben, die es trotz Kindern schaffen, regelmäßig abends auf die Piste zu gehen, Freunde zu treffen, abzutanzen und trotzdem morgens fit aufzustehen. Wie diese Eltern das schaffen, ist mir ein Rätsel. Mein Sozialleben spielt sich aktuell hauptsächlich im Bermudadreieck zwischen Kita, Schule und Spielplatz beziehungsweise Schwimmbad und bitte vor 21 Uhr ab. Mehr geht nicht. Zum Glück ist das nicht nur bei mir der Fall – den Beweis liefern unsere Links der Woche, in denen wir uns außerdem noch mit Müttern und Vätern auf Spielplätzen, blöden Sprüchen und einer Fotodokumentation der etwas anderen Art beschäftigen.

Durch Muttation zur Spaßbremse?

„Ich lebte im Moment und der war JETZT. Wir waren mehrmals die Woche feiern, dienstags, donnerstags, samstags, egal. Wir waren oft die Letzten und gingen trotzdem am nächsten Tag arbeiten. Am Wochenende haben wir zusammen gekatert, ganze Sonntage lang.“ So schreibt Lisa von StadtLandMama über ihr Leben vor den Kindern. Und heute? Findet die Party meistens zuhause statt. Schuld daran ist allein die „Muttation“, die Lisa sehr, sehr oft auf die Mama-Stop-Taste drücken lässt. Tut gut zu lesen, dass auch andere Mütter regelmäßig die Schlaf-Alkohol-Spaß-Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellen…

Ging eine Socke auf Reisen…

Bei uns in der Familie gibt es eine monatliche Dating-Veranstaltung für Singlesocken. Alle zusammen durchstöbern wir dann den Wäschekorb und versuchen übrig gebliebenen Exemplaren zu neuer Zweisamkeit zu verhelfen. Gelingt allerdings nicht allzu oft – unsere Socken scheinen ein reges Einzelleben zu führen. Ähnliches scheint sich auch die Bloggerin Anne Harenberg gedacht zu haben. Deshalb hat sie sich mit der Kamera auf die Lauer gelegt und drei Tage im Leben eines sich selbst überlassenen Sockenpaares ihrer Tochter dokumentiert.

Sandwich-Frauen

„Frauen – die Packesel der Nation und der Schwiegereltern“: So fasst die Journalistin Marie Amrhein eine aktuelle Studie zusammen, die sich mit der Lebenswelt von Frauen beschäftigt. Genauer gesagt: Den Sandwich-Frauen. So wird die Generation der 40- bis 59-Jährigen genannt, die auf der einen Seite mit den Kindern und auf der anderen Seite oft schon mit der Pflege der Eltern und der Schwiegereltern beschäftigt ist. Zusätzlich zum eigentlichen Job, den viele Frauen nicht nur machen wollen, sondern machen müssen, weil das Geld sonst nicht reicht und wir uns ja alle um unsere Rente kümmern sollen. Wer die Ergebnisse der Studie liest, versteht, weshalb sich viele Frauen permanent so kaputt fühlen. Offen bleibt allerdings die Frage: Wie können wir das ändern?

Mütter-Antworten (auch für Väter)

Mit Kindern teilt sich die Welt in zwei Lager: Es gibt die Menschen, die Kinder lieben. Und es gibt die Kinderhasser. Dazwischen gibt es nicht allzuviel. Zum Glück ist die erste Fraktion meiner knapp zehnjährigen Erfahrung nach in der Überzahl. Trotzdem gibt es regelmäßig diese Begegnungen der unangenehmen Art, bei denen man als Mutter oder Vater angepöbelt wird, ganz einfach, weil man Kinder hat. Denn die lachen manchmal laut. Die machen Quatsch. Die fahren mit dem Laufrad auf dem Gehweg. Und manchmal muss man sie im Buggy mit in den Bus nehmen. Das kann manche Mitmenschen ungeheuer aufregen, warum auch immer. Leider bin ich in solchen Momenten oft sprachlos. Dankenswerter Weise hat Smart-Mama auf ihrem Blog eine Liste mit (rechtlich abgesicherten) Antworten auf kinderfeindliche Kommentare und Fragen zusammengestellt. Bitte auswendig lernen und dem nächsten Fiesling um die Ohren hauen!

Networking am Sandkasten: Spielplatz-Erfahrungen

Meine Kinder gehen inzwischen meistens alleine auf den Spielplatz. Nach vielen, vielen Sommern am und im Sandkasten bin ich darüber ziemlich erleichtert. Wobei es natürlich sehr nett sein kann auf dem Spielplatz – vorausgesetzt, das eigene Netzwerk (sprich: andere Mütter, die man mag) ist ebenfalls vor Ort und man kennt den jeweiligen Spielplatz-Kodex. Was es damit auf sich hat, könnt Ihr in den Spielplatzgeschichten nachlesen, die mama-notes gerade im Rahmen einer Blogparade sammelt. Unter anderem geht es um das Schweigen der Väter  auf dem Brennpunkt Spielplatz und Oden an den Sandkasten.

Und jetzt: Ab nach draußen und ein tolles Wochenende!

Titelfoto: unsplash.com/Kate Zaidova


Autor_Sandra